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In einem Film, der vor einiger Zeit ausgestrahlt wurde, fühlte sich eine Gruppe älterer Personen in einem Altersheim plötzlich voller Leben, nachdem sie in einem Swimmingpool baden war. Im Film geschah dies, weil seltsame außerirdische Kokons in diesem Schwimmbecken aufbewahrt wurden... Der Wunsch, den Alterungsprozess zu entdecken, dechiffrieren, verlangsamen, blockieren, ja vielleicht umkehren ist so alt wie wir selbst. Zahlreiche Volkssagen, Dichtungen und Klassiker wie Goethes Faust erzählen von diesem Reiz. Derzeit existiert kein Allheilmittel gegen das Altern, die neuesten Entdeckungen zum Thema Gehirn zeigen jedoch, dass man diesen Prozess verlangsamen und seine geistigen Fähigkeiten so lange es möglich ist aufrechterhalten kann.
Vor allem muss die römische Maxime ‘Mens sana in corpore sano’ (in einem gesunden Körper ein gesunder Geist) verinnerlicht werden. Selbst in hohem Alter muss intellektueller und physischer Kraft große Bedeutung beigemessen werden. Dabei ist die physische Kraft eine Voraussetzung für die geistige. So ist es beispielsweise wichtig, Stress zu vermeiden, weil er das Immunsystem beeinflusst und die Produktion von Kortisol in der Nebennierenrinde erhöht, einer Drüse, die sich oberhalb der Nieren befindet. Kortisol unterdrückt das Immunsystem genauso wie Kortison. Allerdings wird im ersten Fall der Stoff vom Körper produziert, wohingegen Kortison ein rein pharmazeutisches Produkt ist. Diese Substanzen haben eine schädliche Wirkung auf Nervenzellen - sie blockieren nämlich ihr Wachstum.
Autogenes Training eignet sich hervorragend dazu, mit Stress umzugehen. Die darin enthaltenen Übungen sind zu Beginn etwas mühsam. Dabei muss man sich eine entspannende Szene vorstellen und während dessen langsam und regelmäßig atmen. Außerdem konzentriert man sich dabei auf verschiedene Teile des Körpers und reduziert so bewusst die Spannung in den betroffenen Muskelpartien. Mit etwas Übung ist es möglich, weg von Zuhause zu entspannen, indem man sich an Bilder erinnert, die man mit dem entspannten Zustand verbindet.
Richtige Ernährung ist dabei genauso wichtig. Eine Faustregel besagt, man soll anderthalb Liter Wasser am Tag zu sich nehmen. Außerdem sind Lebensmittel wie Backpflaumen, Spinat, grüner Tee und Rotwein besonders gut, weil sie der Oxydierung von freien Radikalen entgegenwirken. Aber auch Nahrungsmittel, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, wie etwa Olivenöl, Blaubarsch, Tunfisch und Nüsse sind sehr empfehlenswert. Sie alle neutralisieren die Wirkung von giftigen Substanzen auf Neuronen (unseren Gehirnzellen) und reduzieren das Risiko von Bluthochdruck, der kleine Läsionen an den Venen im Gehirn verursacht, wodurch sowohl das Gedächtnis als auch die geistige Agilität in Mitleidenschaft gezogen wird.
Angemessenes körperliches Training hat eine Reihe von vorteilhaften Auswirkungen. Nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist, weil das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt wird. Depressionen und Angstzustände sind dagegen zwei Aspekte, die nicht unterschätzt werden dürfen. Depressionen bringen Gedächtnisstörungen mit sich, die plötzlich auftreten und mit der Zeit schlimmer werden.
Neben einem gesunden Lebensstil ist der Schlüssel zur Verlangsamung des zerebral Alterungsprozesses Abwechslung im Leben. Versuchen Sie, Ihre Neugier zu wecken und sich auf Beobachtung zu konzentrieren. Indem Sie beispielsweise alle Details eines Bildes oder eines Fotos beschreiben, können Sie sich später an diese Informationen erinnern.
Software wie Gehirn-Jogging und Mehr Gehirn-Jogging verwenden verschiedene Übungen, um selektive Aufmerksamkeit zu stimulieren. Im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess ist Gedächtnis der Schwachpunkt schlechthin. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass nicht nur eine sondern verschiedene Arten des Gedächtnisses existieren. Da gibt es zum Beispiel das Kurzzeitgedächtnis, das wir verwenden, um ums beispielsweise eine Telefonnummer zu merken. Wir müssen dieses abrufen, bevor wir die Nummer wenig später wählen. Diese Art von Gedächtnis ist immun gegenüber dem Alterungsprozess. Da die Aufmerksamkeit eine wichtige Rolle spielt (und diese nimmt im Alter ab), kann es aber auch hier zu Problemen kommen.
Dann gibt es da noch das Langzeitgedächtnis, bei dem Informationen über längere Zeit gespeichert werden. Im Allgemeinen wird hier einerseits unterschieden zwischen unserem gesammelten Wissensgedächtnis (das uns hilft, Antworten auf Fragen wie z. B. "Wie lautet die Hauptstadt von Frankreich?" zu finden), das im Alter nicht beeinträchtigt wird, und andererseits einem Gedächtnis, in dem Dinge gespeichert werden, an die wir uns jeden Tag erinnern müssen wie etwa die Einkaufsliste, wo wir die Schlüssel hingelegt haben etc. Das Letztere ist anfälliger im Alterungsprozess und kann mittels Stimulation durch visuelle und ungewöhnliche Zusammenhänge trainiert werden. So kann es beispielsweise nützlich sein, sich ein großes Schlüsselloch auf dem Fernsehbildschirm vorzustellen, um sich daran zu erinnern, dass wir die Schlüssel auf dem Fernseher gelassen haben. Die Übungen in Gehirn-Jogging und Mehr Gehirn-Jogging trainieren unser Gedächtnis, alle Arten davon, und helfen so, das Gehirn zu stimulieren.
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