DEUTSCH
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Während Deutsch und Englisch gemeinsame Wurzeln haben, haben sich die beiden Sprachen in verschiedener Weise entwickelt. Vokalverschiebungen und der Einfluss von Besatzungsmächten haben Begriffe, die vor mehr als tausend Jahren gebräuchlich waren, in ihrer Bedeutung und Aussprache verändert. In den letzten Jahrhunderten jedoch bediente sich die englische Sprache gern an der deutschen, besonders was die Wissenschaft betrifft.
Die Errungenschaften der germanischsprachigen Nationen bezüglich Philosophie, Psychologie, Architektur und klassischer Musik brachten deutsche Wörter wie Weltschmerz, Angst, Bauhaus und Waltz (Waltzer) in das (akademische) englische Vokabular ein. Man könnte meinen, dass diese Begriffe ein wenig elitär sind, aber es gibt zahlreiche Beispiele für Wörter, die auch in der Alltagssprache Einzug gehalten haben.
Obwohl das Pfund nach wie vor Englands Währung ist, war der dollar im
16. Jahrhundert in der englischen Umgangssprache präsent, also lange
vor der Amerikanischen Revolution. Der Ursprung des Wortes führt uns
jedoch nach Joachimsthal in die Tschechische Rebublik, die damals zu
Österreich gehörte. |
Das Tal beherbergte eine reiche Silbermine, welche
eine Münze herstellte, die als Thaler bekannt wurde. Der Taler wurde im
europäischen Handel zum Standard und verschiedene Formen des Wortes
wurden in zahlreiche andere Sprachen übernommen.
Weniger
vornehm, aber aus kultureller Perspektive ebenso bedeutungsvoll ist die
englische Adaption von Worten, die mit Essen und Trinken zu tun haben.
Die Brezel heißt in England pretzel, während lager, eine Biersorte, die
kalt gelagert wird, ihren Namen vom deutschen Wort lagern hat. Der
Keramikbehälter, aus dem es getrunken wird heißt im Englischen stein,
abgeleitet vom deutschen Wort Steinkrug. |
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