|
Weißt du, wie es sich anfühlt, wenn man in Tetris DS ein Puzzle löst oder mit Dr. Kawashima sein Hirnalter verbessert?
Die einfache Beschreibung wäre: "Es fühlt sich gut an!". Aber die Wissenschaftler sind einen Schritt weiter gegangen und haben herausgefunden, woran es liegt, dass uns Videospiele glücklich machen.
Bisher haben sich die meisten Studien zu Videospielen auf deren potenziell gesundheitsschädliche Auswirkungen konzentriert. Dr. Scott Rigby, dessen Spezialgebiet virtuelle Umgebungen sind, und seine Kollegen von der University of Rochester in den USA haben entdeckt, dass es ein Wohlgefühl beim Spieler auslösen kann, wenn seine Bedürfnisse befriedigt werden.
Dazu haben die Wissenschaftler drei Studien durchgeführt, in denen sie Leute eingeladen haben, verschiedene Spiele auszuprobieren - von einfachen Jump'n'Run-Spielen bis hin zu 3D-Abenteuern und Massen-Mehrspieler-Online-Gemeinschaftsspielen (MMOG).
Die Studien haben belegt, dass Spieler, die sich unabhängig, erfolgreich und in Multiplayer-Spielen mit anderen Spielern verbunden fühlten, mehr Spaß hatten. Diese Spieler zeigten nach dem Spielen einen Anstieg des Wohlgefühls, ihrer Selbstachtung und Vitalität, während die Spieler, deren Bedürfnisse nicht befriedigt wurden, eine niedrigere Vitalität und eine gedämpfte Stimmung aufwiesen.
Als Kommentar zu seinem Bericht argumentierte Dr. Rigby, dass Videospiele eine wichtige psychologische Befriedigung liefern können - im Gegensatz zur realen Welt, die nur wenige Möglichkeiten bietet, unabhängig oder erfolgreich zu sein.
"Videospiele sind in mancher Hinsicht sehr gut dazu geeignet, psychologische Bedürfnisse zu befriedigen", sagt Rigby. "Die Realität ist häufig nicht so klar strukturiert... Das wahre Leben vermittelt häufig viel weniger Erfolgserlebnisse."
|